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Avatar: Sandra Viviana Sanchez Sandra Viviana Sanchez

Kurzbeschreibung
Vor dem Hintergrund, dass die Isolation von Erwachsenen und Jugendlichen ein gesellschaftliches Problem darstellt, zielt das Projekt „EN MOUVEMENT“ darauf ab, die Bindungen innerhalb der Familien sowie die Beziehungen zwischen den Familien und ihrem sozialen Umfeld zu stärken. Die Aktivitäten sind darauf ausgelegt, verschiedene Ausdrucksformen durch individuelle und kollektive Rhythmen zu erkunden und dabei die Kreativität zu fördern. Von Körperbewegung über Theaterimprovisation bis hin zur Erstellung einer sinnlichen Kartografie bieten sie den Teilnehmenden die Möglichkeit, neue Wege der Kommunikation, des Schaffens und des Teilens einer gemeinsamen Erfahrung zu entdecken. Der Ansatz ist von der Pädagogik der Autonomie inspiriert, insbesondere von den Arbeiten von Paulo Freire, der jeden Menschen als Akteur seines eigenen Lernprozesses anerkennt. Er stützt sich zudem auf das von Erik Erikson entwickelte Konzept der Generativität. Dieses bezeichnet die Fähigkeit, über die eigenen Interessen hinauszugehen, um zum Wohlergehen nachfolgender Generationen beizutragen und Erfahrungen sowie Wissen weiterzugeben. Das Projekt, seine Konzeption und die Umsetzung der Aktivitäten werden von „Savoirs émergents“ begleitet, dessen Ziele insbesondere darin bestehen, „methodische und kreative Ressourcen zu entwickeln und zu teilen, die es anderen Organisationen ermöglichen, Projekte zu entwickeln, die denen des Vereins ähneln “ zu entwickeln“ und „an der Schaffung eines Forschungsrahmens zu arbeiten, der den akademischen und wissenschaftlichen Bereich mit dem Volkswissen verbindet“. Das Projekt kann zudem auf freiberufliche Fachleute aus dem Kunstbereich zurückgreifen und von der Zusammenarbeit mit der Organisation „Le plus beau chien du quartier“ profitieren. Die Durchführung des Projekts ist an einem geeigneten Ort in Lausanne vorgesehen, idealerweise im „Pôle Sud“, dem soziokulturellen Zentrum der Union syndicale vaudoise, oder im „Maison de quartier Sous-Gare“, vorbehaltlich der Umsetzungsbedingungen und der bestehenden Partnerschaften.
Zielgruppe
Das Projekt richtet sich an Familien und steht Kindern ab 7 Jahren offen, wobei für die übrigen Teilnehmenden keine Altersbeschränkung gilt. Die ideale Teilnehmerzahl beträgt 20 Personen, maximal 25. Im Idealfall nehmen dieselben Familien an allen Sitzungen teil. Daher ist die Teilnahme an mindestens vier Sitzungen eine Voraussetzung. Die Aktivitäten sind so konzipiert, dass sie den Rhythmus, die Bedürfnisse und die Entdeckungsfreudigkeit jedes Einzelnen berücksichtigen. Sie fördern Eigeninitiative und freie Meinungsäußerung, ohne eine bestimmte Art der Teilnahme oder des kreativen Schaffens vorzuschreiben. Verbale und körperliche Kommunikation sowie künstlerisches Schaffen bilden einen zentralen Bestandteil der Erfahrung. Sie ermöglichen es den Teilnehmenden, verschiedene Ausdrucksformen zu erkunden, ihre Wahrnehmungen auszutauschen und gemeinsam etwas zu gestalten – unter Achtung der Unterschiede und der Empfindlichkeiten jedes Einzelnen.
Ihr Projekt im Detail
Der Kurs ist darauf ausgelegt, eine entspannte, kreative und reflektierende Atmosphäre zu schaffen. Er umfasst fünf Workshops à 90 Minuten. ● Erster Workshop: Bewegung und Rhythmus Drei Fachleute aus dem Kunstbereich begleiten die Teilnehmenden bei der Erkundung körperlicher Bewegung. Ausgehend von verschiedenen Vorgaben wird jeder dazu eingeladen, Bewegungen einzeln, zu zweit und in der Gruppe zu entwickeln. In einem zweiten Schritt werden diese Bewegungen von den Rhythmen verschiedener Musikinstrumente begleitet, um die Verbindungen zwischen Körper, Klang und Stimme zu erkunden. ● Zweiter Workshop: Körper, Worte und Vorstellungskraft Die Aktivität beginnt mit körperlichen und Konzentrationsübungen. Die Teilnehmer*innen werden von drei Fachleuten insbesondere dazu aufgefordert: ❖ Sich vorzustellen, eine andere Person oder eine Figur zu sein, die sich von ihnen selbst unterscheidet. ❖ Mit der Koordination zwischen Worten und Bewegungen zu spielen und dabei den Blick auf eine andere Person gerichtet zu halten. Bei jeder Runde kommt ein neues Wort hinzu. ❖ Anschließend werden Aktivitäten zu zweit angeboten. Bei einer davon erzeugt eine Person Laute und Bewegungen mit ihrem Körper, während die andere sich anhand dieser Elemente eine Geschichte ausdenkt und sie erzählt. ❖ Schließlich wird jedes Zweierpaar eine Geschichte erfinden. Alle diese Geschichten dienen anschließend als Ausgangspunkt für die Erstellung einer gemeinsamen Erzählung. ● Dritter Workshop: Improvisation und Austausch Anknüpfend an die vorangegangenen Übungen nehmen die Familien vor den anderen Teilnehmenden an Improvisationsspielen teil. Jede Gruppe präsentiert mit Unterstützung von Fachkräften eine kurze Improvisation. Das Publikum wird gebeten, mit Applaus zu reagieren. Die Gruppe, die den meisten Applaus erhält, hat die Chance, ein handgefertigtes Geschenk von einem Kunsthandwerker zu gewinnen. Diese Aktivität zielt darauf ab, Kreativität, Spontaneität und die Freude am gemeinsamen Erleben vor anderen zu fördern. ● Vierter Workshop: Sensible Kartografie Unter Anleitung eines Geografen erstellen die Teilnehmenden eine sensible Kartografie. Dabei handelt es sich um eine Darstellung eines Raums anhand der Empfindungen, Emotionen, Sinneswahrnehmungen und Erfahrungen, die Familien in Lausanne gemacht haben. Diese Aktivität ermöglicht es, die unterschiedlichen Arten zu entdecken, wie jeder Einzelne seine Umgebung wahrnimmt und erlebt. ● Fünfter Workshop: Gemeinsames Gestalten und Spiel Aufbauend auf den in den vorangegangenen Workshops behandelten Themen wird diese letzte Aktivität in Form einer Adaption des Spiels „Time’s Up“ stattfinden. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Vorstellungskraft, ihr Gedächtnis und ihre Kreativität einzusetzen, um Wörter, Figuren oder Ideen zu erraten, die mit den während des Zyklus gemachten Erfahrungen in Verbindung stehen. Dieser letzte Workshop bietet die Gelegenheit, auf spielerische Weise auf die gemeinsamen Erfahrungen zurückzublicken. Hinweis: Parallel dazu wird die Website der Organisation „Savoirs émergents“ weiterentwickelt. 5. Auswertung und Aufarbeitung der Erfahrungen Projektstruktur Am Ende jedes Workshops werden kurze, halbstrukturierte Gespräche mit den Familien geführt, um ihre Eindrücke, ihre Zufriedenheit und eventuelle Bedürfnisse zu erfassen. Diese Gespräche ermöglichen es, die Erfahrung zu bewerten, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und die Erwartungen der Teilnehmenden besser zu verstehen. Die gesammelten Beobachtungen können zudem als Grundlage für die Erstellung und Veröffentlichung eines Artikels dienen, in dem der Ansatz, die gemachten Erfahrungen und die wichtigsten Erkenntnisse des Projekts auf der Website von „Savoirs émergents“ vorgestellt werden.
Ort
Lausanne
Geplanter Zeitplan
Das Projekt umfasst fünf Sitzungen, wobei zweimal pro Woche ein Workshop stattfindet. Dieser Rhythmus soll die Kontinuität zwischen den verschiedenen Aktivitäten gewährleisten und es den Familien ermöglichen, ihre Erfahrungen von einer Sitzung zur nächsten fortzusetzen. Idealerweise nehmen dieselben Familien/Personen an allen Sitzungen teil. Daher ist die Teilnahme an mindestens drei Sitzungen eine Voraussetzung. a) Januar: Anmeldephase b) 13. Februar: Bewegung und Rhythmus c) 20. Februar: Der Körper, die Worte und die Vorstellungskraft d) 27. Februar: Improvisation und Austausch e) 6. März: Eine Familienreise durch die sinnliche Kartografie f) 13. März: Abschluss, gemeinsames kreatives Schaffen und Spiel g) 12. Juni: Offizielle Website von „Savoirs Émergents“ und Veröffentlichung eines Artikels.
Gesamtbudget des Projekts
5'090 0 CHF
Gesamt: 0 CHF
Beantragter Betrag bei der Domaine familles
4'000
Projektpartner
Projektvorschlag von Savoirs Emergents – in Zusammenarbeit mit „Le plus beau chien du quartier“ und freiberuflichen Fachkräften.

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